SwissTap Youth Company
Die SwissTap Youth Company besteht aus einer Gruppe von 15-20 jungen Stepptänzer:innen (Juniorenkategorie: von 13 bis und mit 16 Jahren). Die Stepptanzlehrer:innen, die Mitglied von SwissTap sind, entscheiden auf Grund des Engagements für die Schweizer Meisterschaft oder des Niveaus und der Motivation, welche Tänzer:innen, die Mitglieder von SwissTap sind, für die SYC nominiert werden.
Ziel ist es, eine starke schweizweite schulübergreifende Gruppe von Tänzer:innen zu bilden.Nebst dem konkreten Erlernen von Übungen, Standards und Choreografien sowie der Auseinandersetzung mit Improvisation, Technik und der Geschichte des Stepptanzes soll das SYC-Projekt insbesondere den sozialen Gemeinschaftsaspekt des Stepptanzes vermitteln. Die Individualität der einzelnen Teilnehmenden, ihr persönlicher Weg sowie die Entwicklung einer eigenen tänzerischen Identität werden dabei selbstverständlich thematisiert und gefördert. Gleichzeitig soll jedoch klar werden, dass man mit dieser individuellen Stepptanz-Identität stets Teil der Stepptanz-Gemeinschaft ist und zur gemeinsamen „Familie“ gehört.
Stepptanz wird als Kunstform verstanden, die ihre Stärke vor allem im gemeinsamen Erleben entfaltet – durch gemeinsames Improvisieren, gemeinsames Trainieren, gemeinsames Kreieren und gemeinsames Auftreten, ohne dass die persönliche Individualität dabei verloren geht. Im Gegenteil: Jedes Individuum bereichert die Kunstform mit eigenen Ideen und einem persönlichen Stil. Im Stepptanz lassen wir uns von den Schritten und Rhythmen anderer inspirieren und formen daraus eine eigene Version. Das war schon immer die Basis und auch die Stärke in der Geschichte des Stepptanzes. Bereits die grossen Stepptanzkünstler:innenvergangener Generationen „stahlen“ einander Schritte und haben gleichzeitig durch ihre individuellen Charaktere, ihr persönliches Können und ihren unverwechselbaren Stil die Kunstform zu dem gemacht, was sie heute ist.
Es geht hauptsächlich um die Wechselwirkung folgender Aspekte: Einerseits sollen die Schüler:innen verstehen, dass ein eigener Charakter, eine persönliche Sprache und ein individueller Stil nur durch kontinuierliches, persönliches und fleissiges Üben sowie durch die Auseinandersetzung mit sich selbst entstehen. Andererseits wird dieses Können weiter bereichert, sobald man es mit der Stepptanzfamilie teilt und sich dabei von anderen inspirieren lässt. Was man sich durch persönliches hartes Training erarbeitet, bereichert die Gemeinschaft, wenn man es teilt – und was man in der Gemeinschaft erlebt und beobachtet, bereichert wiederum das eigene Können.
Dieser Prozess soll in keiner Weise als Wettbewerb verstanden werden, sondern als gemeinsames Teilen und Erweitern des Stepptanz-Universums.
Der verbindende Kern all dieser Aspekte ist letztlich die Freude an der Sache.
Entsprechend sind die Leitenden bestrebt, während dieser Wochenenden jegliches Wettbewerbs- und Konkurrenzdenken bewusst aus dem Weg zu räumen und stattdessen die Freude am Stepptanz, die Begeisterung für das persönliche Weiterforschen sowie den Spass am Teilen zu vermitteln.
Ziel ist es, dass sich die Teilnehmenden bei späteren Meisterschaften als Stepptanz-Freund:innen und nicht als unbekannte Konkurrent:innen wiederbegegnen. Freundschaft sowie das Bewusstsein von Stepptanz als lebendige, unendliche Kunstform sollen dabei über dem Wettbewerb stehen und dessen Bedeutung sowie den damit verbundenen Druck bewusst relativieren.
Dieser zentrale Aspekt von SYC soll dazu beitragen, der nächsten Generation die bereits etablierten Werte der Schweizer Stepptanzszene zu vermitteln – mit dem Ziel, dass diese Werte auch in Zukunft nachhaltig weitergetragen werden.
Die SYC-Trainings werden von namhaften professionellen Stepptanzlehrer:innen aus der Schweiz geleitet.
Das Programm der SYC umfasst folgende Inhalte:
- Erlernen neuer Technik und Konditionsstärkung;
- Erlernen neuer Original-SYC-Choreografien;
- Erlernen einer "Standard"-Choreografie aus der Stepptanzgeschichte;
- kennenlernen historischer Stepptänzer und Stile;
- Improvisation (kreieren, experimentieren, eigenen Stil entwickeln);
- Vorbereitung auf Cutting Contests und Jams;
- Einführung in die Gestaltung von Choreografien;
- Vorbereitung und fakultativer Besuch eines Festivals sowie Präsentieren der erlernten Choreographien;
- gemeinschaftliches Abendprogramm.
Durchführung:
Die betreffenden Tanzlehrer:innen legen die Anzahl der Trainingswochenenden mit jeweiligem Datum und Ort in Absprache mit dem Vorstand fest und SwissTap informiert seine Mitglieder darüber an der Generalversammlung. Normalerweise finden die Trainings am Samstag und Sonntag statt. Es ist möglich, dass auf fakultativer Basis ein Besuch eines Tapfestivals anvisiert wird.
Kosten:
Jede:r Teilnehmer:in bezahlt einen Unkostenbeitrag von 50 Franken pro Wochenende. Grundsätzlich sind alle Teilnehmer:innen verpflichtet an sämtlichen SYC-Trainings-Wochenenden eines Jahres teilzunehmen und die entsprechenden Beiträge zu entrichten. Ausnahmen müssen vom Vorstand bewilligt werden. Ist ein:e Teilnehmer:in aufgrund von Krankheit oder Unfall an der Teilnahme eines Trainings-Wochenendes verhindert, entfällt der Unkostenbeitrag für dieses Wochenende. Sollte aufgrund von Krankheit oder Unfall die Teilnahme nur an einem Tag eines Trainingswochenendes möglich sein, so muss ein reduzierter Unkostenbeitrag von 30 Franken bezahlt werden. Versicherung ist Sache der Teilnehmer:innen.
SwissTap übernimmt die Spesen der leitenden Tanzlehr:innen und organisiert das kostenlose Frühstück am Sonntag.
Die Mahlzeiten in Form von Picknick oder Take Away werden von den Teilnehmer:innenselbst bezahlt. Reisekosten gehen zu Lasten der Teilnehmer:innen. Allfällige Festivalbesuche gehen zu Lasten der Teilnehmer:innen.
SwissTap kann sich zusätzlich an Kosten beteiligen, falls das von der GV genehmigte jährliche Budget dies zulässt.
